Lesezeichen: „Was würde Frida tun?“

Ich sitze an meinem PC und schreibe eine kurze Rezension, die ich auf Amazon und Lovelybooks veröffentliche. Ich denke mir, sie ist für meinen Blog zu kurz, für Instagram zu lang…doch ich würde damit gerne noch etwas anderes machen. Plötzlich kommt mir eine Idee: Wie wäre es mit einer neuen Rubrik für den Blog? Schnell ist auch ein passender Name gefunden: „Lesezeichen“.

Ohne viele Umschweife präsentiere ich euch nun den ersten Artikel dieser Rubrik. Sie ist für all jene, die sich nicht mit langen, ausschweifenden Artikeln auseinandersetzen möchten. Ich hoffe, sie gefällt euch 🙂

Was würde Frida tun? 55 Life Lessons von den coolsten Frauen der Weltgeschichte

Frauen aus aller Welt und aus allen Epochen der Menschheitsgeschichte vereint in einer kleinen Fibel zu mehr (Selbst)bewusstsein: Was würde Frida tun? (https://bit.ly/2PkZJcg) ist ein kurzweiliges, kleines Lexikon, das nicht nur die Biografie einzelner Frauen wiedergibt. Mit dabei sind auch 55 Lebenslektionen, die den Weg in ein entspannteres, selbstbestimmtes Leben ebnen sollen.

Kurven sind die reizvollsten Verbindungen zwischen zwei Punkten.

Mae West, S. 33

Natürlich sind viele bekannte Figuren dabei – Frida Cahlo und Emily Dickinson zum Beispiel – doch auch viele unbekannte und nicht minder interessante Frauen haben ihren Weg in das Buch gefunden. Neben Hinweisen zum Leben der jeweiligen Person finden sich auch Informationen zu politischen und historischen Ereignissen, was mir sehr gut gefallen hat. So wird die jeweilige Biografie gut in den Kontext miteingebettet.

Comicartige Porträtzeichnungen und gut ausgewählte Zitate laden zum Nachforschen ein, die Gestaltung ist bunt, poppig und sehr modern.

Was mir ein wenig bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass sich das Buch in den momentanen Trend der #metoo-Selbstbewusstseins-Frauen-Feminismus-Bücher einreiht, ohne daraus hervor zu stechen. Da gibt es durchaus Titel, wie The Future is Female (https://bit.ly/2PlohC4) oder Powerfrauen (https://bit.ly/2MONR0v), die das besser machen.

Durch die etwas saloppe Schreibweise und teilweise flappsige Wortwahl eher etwas für ein jüngeres, ungelerntes Publikum oder all jene, die einen leichten Einstieg in die Materie suchen. Manchmal wirkte die „Life Lesson“ ein wenig erzwungen, doch die positive Absicht, die hinter dem Titel steckt, hat mich überzeugt.