Monthly Recap: November

„Winter is coming“: Unter diesem Motto stand für mich der November. Der vorletzte Monat des Jahres ist nun vorbei, obwohl es doch gerade erst angefangen hatte.

Zum ersten Mal in diesem Jahr waren die Autodächer, die ich von einem Schlafzimmerfenster aus sehen kann, morgens mit Frost bedeckt.

Zum ersten Mal hat es nach Winter gerochen: Kühl, trocken und ein klein wenig nach Verfall.

Zum ersten Mal habe ich Lebkuchen gegessen (okay, das ist eine Lüge, eigentlich habe ich das schon im September gemacht :P).  Was aber stimmt, ist, dass ich zum ersten Mal dieses Jahr Weihnachtsdekoration gekauft habe. Ich musste mich regelrecht zusammenreißen, denn bei Depot haben sie so schöne Sachen. Wahrscheinlich könnte ich ein ganzes Wohnhaus auf die kommende Saison vorbereiten, wenn man mich nur lassen würde. Gott sei Dank hat mir mein Geldbeutel da einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Eigentlich war ich nur in der Stadt unterwegs, weil ich Besuch von einer lieben Freundin aus Freiburg hatte. Nach einem anstrengenden Shoppingtag (den wir nicht geplant hatten), rafften wir uns noch zum Schlittschuhlaufen auf. Ebenfalls eine Sache, die ich dieses Jahr zum ersten Mal gemacht habe. Leider war es Samstagabend, brechend voll und überall wimmelte es von Teenagern. Die Jungs hatten ihre Beine in in Skinny-Jeans gesteckt, während die Vertreterinnen meines Geschlechts weder Handschuhe, noch sonstige Winterkleidung trugen, sondern sich ihren Oversize-Hoodie vorne in den BH gesteckt hatten, sodass man ihre Bäuche sehen konnte. Ich will ja gar nicht bestreiten, dass das sexy aussehen kann, aber beim Schlittschuhlaufen? Ich hingegen war eingepackt in Jacke, Schal, Mütze, Handschuhe und zwei paar Socken. Mehr als einmal stelle ich mir an diesem Abend die Frage, ob ich inzwischen zur Oma oder die Jugend einfach nur leichtsinnig geworden war.

Kim und ich auf Shoppingtour

Eine Woche später stand mein 26. Geburtstag an. An dieser Stelle sei gesagt: ich liebe Geburtstage. Nicht unbedingt meine, da ich ungern im Zentrum der Aufmerksamkeit stehe, aber so ganz generell. Ich finde es sehr schön, diesen Anlass für geliebte Menschen zu feiern, Geschenke zu planen und zu besorgen, zu backen und den Tag zu genießen. Für meine Kollegen auf der Arbeit buk ich deshalb meine inzwischen berüchtigten und allseits beliebten Zimtschnecken (die warm immer noch am besten sind) und feierte mit Freuden wie früher in unserem Partykeller eine Mottoparty. Da der 11.11. (Beginn der Faschingszeit) zu diesem Zeitpunkt schon vorbei war, nahm ich das zum Anlass und ließ alle verkleidet kommen. Ich selbst wurde zum 50er-Jahre-Rockabilly-Girl, aber auch Hippies, Naturforscher, Mickey Mäuse, Kapitäne, Aliens, Teufel und Piraten waren dabei. Sogar Jack aus Titanic machte mir seine Aufwartung  🙂 Was ich sonst noch Gutes zu berichten habe: Es ist Mitte November und ich habe bereits alle Weihnachtsgeschenke inklusive Karte vorbereitet. Zwar bin ich jedes Jahr ziemlich pünktlich, 2019 aber war ich besonders ehrgeizig. Zudem habe ich mir selbst gewissermaßen auch ein Weihnachtsgeschenk gemacht: Eine Musicalkarte für Flashdance in Baden-Baden! Ich bin ein mega Tanz(film)fan und bewundere alle, die eine Begeisterung für diesen Sport haben. Da ist es nur eine logische Konsequenz, dass ich mir das nicht entgehen lasse. Jetzt muss ich die Wochen bis dahin nur rumbekommen, aber das geht bestimmt ganz schnell. In der Zwischenzeit schaue ich mir eben alle Tanzfilme an, die ich in die Finger bekommen kann. Letzte Woche war schon Dirty Dancing dran. Footloose und Step up! stehen noch auf meiner Liste…

Jetzt wünsche ich euch allen aber erst einmal ein paar wundervolle, weihnachtliche, bescherungsreiche und kreative Feiertage!

So beschäftige ich mich die Tage am liebsten – mit Inspire Yourself von Ana Johnson
(Rezensionsexemplar)
  • Gesehen:

Die wunderbare Madeline Juno live in Freiburg

Das perfekte Geheimnis

Last Christmas (mit Emilia Clark)

Staffel 1 und 2 von The Handmaid’s Tale

  • Gelesen:

Inspire yourself – Ana Johnson

OMG Aisling – Sarah Breen

Die Schuld jenes Sommers  – Katherine Webb

  • Gehört:

Last Christmas – Wham!

Santa Baby – Kylie Minogue

Santa Clause is coming to town – Michael Bublé

Die Sonnenschwester – Lucinda Riley (Hörbuch)

Ich bin Circe – Madeline Miller (Hörbuch)

Adore you – Harry Styles

Monthly Recap: Januar

Baby, you’re a dreamer
You don’t know what I need, yeah
Now, I know you got heart
But come back from the stars
‚Cause baby you’re a dreamer
And we all have a dream, yeah
And we can’t live in the dark
I can’t see where you are

LP – „Dreamer“

Der Monat Januar ist ja für die viele Menschen der Monat, für den die meisten Vorsätze gefasst werden. Man „rutscht“ ins neue Jahr mit Lebensoptimierungsgedanken und ein neuer Jahresbeginn fühlt sich auch oft so an, als würde im übertragenen Sinn die „Neustart“-Taste gedrückt werden.

(Die allgemeine Vorsatzstimmung ist diesen Januar in vielen Magazinintros und Blogbeiträgen verschiedener Influencer eher schlecht weg gekommen. InStyles Chefredakteurin Kerstin Weng schrieb beispielsweise:

„Aber mal ehrlich: Sind Sie auch etwas genervt von dem Druck, sich zwanghaft etwas ganz Tolles, Lebensveränderndes vorzunehmen oder – noch schlimmer – gleich eine ganze Liste mit diversen Vorsätzen abzuarbeiten?“

Entgegen dieses Trends finde ich den Gedanken eines Reboots eher hoffnungsvoll und motivierend als zwanghaft und nervig. Zudem wurde
für mich diesen Januar auch wortwörtlich die „Neustart“-Taste gedrückt, denn ich beendete im Jahr 2018 mein Masterstudium und zog zurück in meine Heimatstadt.

Allerdings gestaltet sich mein Vorhaben schwieriger als angenommen. Das mit dem Neustart hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt: Statt alles auf Anfang hänge ich momentan zwischen alten, aber vernachlässigten Bekannten und neuen, jedoch schwer einzuschätzenden Gesichtern; meine dunkle aber private 1-Zimmer-Wohnung tauschte ich gegen mein schmetterlingverziertes Jugendzimmer in einem Haus voller unterschiedlicher Meinungen und statt Tage in der vollen aber renommierten Unibibliothek verbrachte ich die ersten Wochen in der Küche, um meiner berufstätigen Restfamilie das Mittagessen zu kochen.

Alte Gewohnheiten, von denen ich dachte, ich hätte sie in den letzten 5 Jahren Abwesenheit abgelegt, tauchen auf einmal wieder aus der Versenkung auf, als hätten sie nur ein kurzes Nickerchen gemacht. Und mein enthusiastisch geplanter Start ins Berufsleben ähnelt – zumindest zur Zeit – eher den ersten holprigen Flugversuchen eines Kükens als den souveränen Manövern eines alteingesessenen Piloten. Hinzukommt noch, dass ich am 25. Januar meine Masterabschlussfeier hatte und zurück in meine Studienstadt gefahren bin. Dort habe ich dann 2 Tage verbracht, um Freunde und Lieblingsorte zu besuchen. Aber irgendetwas hatte sich verändert, selbst dort hing ich zwischen den Stühlen: Dort habe ich keine eigenen vier Wände mehr, (obwohl ich die Gastfreundschaft meiner lieben Freunde sehr zu schätzen weiß und mich auch dort sehr heimelig fühle), war aber 5 Jahre Teil der alteingesessenen Studentenschaft. Ich bin durch die Straßen gelaufen wie gewohnt und dachte, mir muss es doch anzusehen sein, dass ich kein Teil mehr von „hier“ bin. Ich glaubte, jeder müsste meinen „Betrug“ doch erkennen. Dass ich kein Teil mehr von dort war, obwohl Freiburg für immer ein Teil von mir sein wird.

Nichtsdestotrotz bin ich genau in diesem Moment glücklich.

Da mag es niemanden wundern, dass auch die Dinge, mit denen ich mich die vergangenen 4 Wochen beschäftigt habe und die mich inspiriert haben, ein Mix aus verstaubtem Gewohnten und erfrischendem Neuen sind:

______________________________________________________________________________

  • Gelesen:

Die Beschenkte Kristin Cashore

Alias Grace Margaret Atwood

Ein wenig Leben Hanya Yanagihara

  • Gehört

Be Alright Dean Lewis

Kannst Du Sehen Clara Louise

Tag und Nacht Clara Louise

Ich bin Ich Rosenstolz

New Look Rita Ora

Brahms Hungarian Dance #5 David Garrett

  • Gesehen

Colette

Maria Stuart. Königin von Schottland

Alias Grace (Netflix)

Sex Education (Netflix)

Die Einkreisung (Netflix)

  • Gekauft

Schlangenlederstiefeletten von H&M (Blogpost hierzu folgt in Kürze)

Cat Person Kristen Roupernian

Von verlassenen Träumen & einem leichteren Morgen Clara Louise (Gedichte)

Wie sieht das bei euch so aus? Seid ihr eher für gezielte Vorsätze im neuen Jahr oder ist das euch egal und ihr baut Veränderungen immer dann in euer Leben ein, wenn ihr sie umsetzen wollt?