Kennt ihr das auch? Diese nervige Frage, die jeden Sonntagnachmittag im Kopf auftaucht: „Was esse ich diese Woche zum Lunch auf der Arbeit?“
Solange ich Studentin war, hat sie mich nicht sonderlich groß beschäftigt. Da ich immer mit Kommilitonen in die Mensa gegangen bin und am Wochenende mit Freunden etwas gekocht habe, wo immer jemand eine tolle Idee für mehrere Leute hatte, musste ich nicht groß darüber nachdenken.
Seit einiger Zeit arbeite ich aber Vollzeit im Büro. Da machen wir alle zusammen Pause und spätestens am dritten Tag hatte ich verstanden, dass sich die anderen nicht „nur“ ein belegtes Brötchen zum Lunch mitnehmen. Zudem fühlte ich mich zu sehr an meine früheren Schulpausen erinnert. Ich wollte also auch ein warmes Mittagessen, eine langfristige Idee dafür hatte ich aber nicht.
Welches Gericht ist denn leicht, schnell gekocht und zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich an die Mittagspause denke? Und was lässt sich auch noch gut mit auf die Arbeit nehmen? Ich wollte frische, gesunde, bunte und aufregende Dinge zum Lunch essen können, ohne schlechtes Gewissen oder Langeweile…oder verzweifelte Blicke in den Kühlschrank am Sonntagabend. Und das am besten alles in einem. Denn obwohl ich auch immer wieder Rezepte aus Magazinen umsetze, finde ich es auf die Dauer ziemlich aufwendig, sich diese zusammenzusammeln, einzukleben, aufzuheben etc.
Lange war ich jedoch nicht ratlos, denn ich stieß auf das Buch „Pause im Glas“. Das war genau die Inspiration, nach der ich gesucht hatte.

In dem Buch stecken neben Rezepten für „Energiepakete & Wachmacher“ oder Salate auch tolle Ideen für Suppen und andere leckere Lunchgerichte. Meistens sind sie auch für eine Person konzipiert, sodass man prima planen und kalkulieren kann. Der Clou an dem Konzept von „Pause im Glas“ ist, dass man das zubereitete Essen in Einmachgläsern aufbewahrt und transportiert. So bleibt es haltbar, frisch und frei von umweltbelastenden Plastikverpackungen. Ich bin bei Weitem kein Superöko, freue mich aber immer, wenn ich in dieser Hinsicht ein bisschen achtsamer leben kann.
Bisher habe ich zwei Rezepte ausprobiert und bin sehr zufrieden. Die Gerichte sind super lecker, unkompliziert, lassen aber auch genug Spielraum für Abwandlungen. Und da ich ein großer Fan von asiatisch angehauchtem Essen bin, bin ich hier bestens bedient.

Überdies möchte ich auch noch sagen, dass ich ein großer Verfechter von gedruckten (Koch)büchern bin. Zwar lässt sich nichts gegen ein schnell eingetipptes Rezept in Google sagen, doch habe ich mich schon viel zu häufig darüber geärgert, wenn mir während dem Kochen das Handydisplay ausgegangen ist, ich mit verschmierten Fingern wieder die PIN eintippen musste oder das Format einfach zu klein war. In einem gedruckten Buch hingegen kann man unbeschwert blättern, man hat es immer parat in der Küche liegen…und kann bei Bedarf auch unkompliziert Notizen hinzufügen 🙂
Und über die inspirierenden Bilder, die man anschauen kann, muss ich wahrscheinlich auch nicht mehr sagen, oder?
Was esst ihr denn so in der Mittagspause? Kauft ihr euch immer etwas oder nehmt ihr euch was von zuhause mit?